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Vor dem Jahre 1871 und der Einführung der Mark als Währung des neu erstandenen Deutschen Kaiserreiches kursierten in den deutschen Ländern eine Vielzahl verschiedener Zahlungsmittel mit unterschiedlichen Bezugsmaßen, Namen und Unterteilungen.
Trotz intensiver Bemühungen, diese zueinander wenig kompatiblen Währungen einander etwas anzugleichen, war vor allem die Vielfalt beim Kleingeld sehr groß und dieses nur schwer und mit deutlichem Verlust in die Währung eines Nachbarlandes umtauschbar.
Die folgenden Zahlungsmittel waren in den Jahren vor 1871 die Hauptwährungen der deutschen Staaten:
- Taler im 30-Taler-Fuß (Vereinstaler - 30 ein Pfund fein) zu 1 Taler = 30 Groschen = 360 Pfenninge (Preußen und einige weitere norddeutsche Staaten)
- Taler im 14-Taler-Fuß (14 eine feine Mark), Unterteilung und Währungsgebiet wie 1.
- Taler im 30-Taler-Fuß (30 ein Pfund fein) zu 1 Taler = 30 Groschen = 300 Pfennige (Sachsen, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Gotha)
- Taler im 30-Taler-Fuß (30 ein Pfund fein) zu 1 Taler = 48 Schillinge = 576 Pfennige (Mecklenburg)
- Taler im 30-Taler-Fuß (30 ein Pfund fein) zu 1 Taler = 2 1/2 Mark bzw. 40 Schillinge = 480 Pfennige (Hamburg und Lübeck)
- Gulden im 52 1/2-Gulden-Fuß (52 1/2 ein Pfund fein) zu 1 Gulden = 60 Kreuzer (süddeutsche Staaten)
- Gold-Louisdor (Pistole) = 5 Goldtaler = 360 Grote = 1800 Schwaren (Bremen, Oldenburg)
Dazu kamen noch zahlreiche ältere kursgültige Landesmünzen wie Konventionstaler, Kronentaler sowie in Elsaß-Lothringen Münzen nach dem französischen Frankensystem.
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