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  20 Pfennig (Jaeger Nr. 1511)  

DDR - 20 Pfennig - Jaeger-Nr. 1511
Vorderseite der 20-Pfennig-Münze von 1969 ohne Münzzeichen

Das 20-Pfennig-Stück (Jaeger-Nr. 1511) unterscheidet sich nicht nur optisch sehr deutlich vom übrigen Kleingeld der DDR. Mit ihren 5,4 Gramm ist diese Münze auch mehr als doppelt so schwer wie das größere 1-Mark-Stück aus Aluminium. Der Grund für die 1969 erfolgte Einführung dieser Münze war das Problem, daß alle anderen Kleinmünzen wegen ihres geringen Gewichtes nicht tauglich für Geldautomaten waren. Das 20-Pfennig-Stück wurde hauptsächlich für öffentliche Telefone benötigt. Die Telefontarife waren entsprechend an diese Münze angepaßt.

Die Münze zu 20 Pfennig wurde von Axel Bertram entworfen und besteht aus einer Messing-Legierung mit 63 Prozent Kupfer und 37 Prozent Zink. Sie hat einen glatten Rand und mißt 22,2 Millimeter im Durchmesser. Zwischen den einzelnen Münzen gibt es große Gewichtsunterschiede, dieses liegen im Bereich von 5,0 bis 5,9 Gramm. Nach der Währungsunion vom Juli 1990 blieben die 20-Pfennig-Münzen noch für eine Weile im Umlauf, da zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichend DM-Kleingeld vorhanden war. Am 1. Juli 1991 wurde dann auch das 20-Pfennig-Stück außer Kurs gesetzt.

Von der Münze sind zwei Hauptvarianten zu unterscheiden: Es gibt sie mit und ohne Münzzeichen (A). Prägungen ohne Münzzeichen erfolgten nur in den beiden Jahren 1969 und 1971 (Jaeger-Nr. 1511a), alle anderen ab dem Jahre 1972 (Jaeger-Nr. 1511b). Die Gesamtauflage beträgt rund 289 Millionen Stück, davon stammen allein aus dem Jahre 1969 etwa 167 Millionen Exemplare. Ab dem Jahre 1981 wurde außerdem eine geringe Auflage in PP hergestellt.

Das 20-Pfennig-Stück ist relativ anfällig für Korrosion. Es sind diverse Abschläge aus anderen Legierungen bekannt. In Relation zur Gesamtauflage werden für bankfrische Münzen zum Teil recht hohe Sammlerpreise bezahlt. Bis heute sind vom 20-Pfennig-Stück keine Fälschungen vorgekommen.

 
Mehr Informationen:
Die Mark der DDR
Die Kursmünzen der DDR
Messing




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