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Ausbeutetaler sind Münzen, die aus dem aus einem bestimmten Bergwerk oder einer eng begrenzten Region geförderten Edelmetall geprägt wurden.
Auf ihnen wird meist direkt auf dieses Bergwerk bzw. die Region in einer Inschrift hingewiesen.
Es gibt aber auch Fälle, in denen statt eines namentlichen Hinweises auch eindeutige Symbole dargestellt werden, die unmißverständlich mit der Region oder der Erzgrube in Verbindung gebracht werden können.
Das ist z.B. oft dann der Fall, wenn Metallfunde bestimmter Flüsse zu Münzen verarbeitet wurden.
Die Prägung von Ausbeutetalern erfolgte etwa ab dem 15. Jahrhundert.
Meisten handelte es sich dabei um Silbermünzen.
Diese wurden vorwiegend im zur jeweiligen Zeit üblichen Talerfuß ausgeprägt.
Je nach Region erfolgte aber auch die Prägung von Groschen, Gulden und Mehrfachtalern (Lösern).
Zu den größten Ausbeutetalern gehören die in 17. Jahrhundert geprägten Vierfachlöser aus dem Silber einiger Gruben im Oberharz.
Diese stellen aufgrund ihrer Größe die Obergrenze der damaligen technischen Möglichkeiten zur Münzprägung dar.
Ausbeutetaler wurden nur aus jenem Metall produziert, welches den Gewinn des Bergwerkes darstellte, also dem Überschuß nach Abzug aller Kosten.
Das bedeutet, daß es diese besonderen Münzen nur aus langfristig profitablen Bergwerken bzw. Bergbauregionen gab.
Zu den bekanntesten Ausbeutetalern gehören die bis 1862 produzierten Münzen aus dem Mansfelder Land.
Noch heute sind diese Taler mit der Inschrift "SEGEN DES MANSFELDER BERGBAUES" in relativ hoher Zahl vorhanden.
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