Das 50-Pfennig-Stück (Jaeger Nr. 1512) ist der Nachfolger der wertgleichen Münze aus dem Jahre 1950 (Jaeger Nr. 1504) und gehört zur dritten Münzserie der DDR.
Es war nach dem 1- und dem 2-DM-Stück die dritte Münze dieser Serie, welche ausgeprägt wurde.
Die Münze zu 50 Pfennig wurde von 1958 bis 1990 produziert.
Einen solch langen Prägezeitraum erreichte kein anderes Geldstück der DDR.
Die gesamte Prägeauflage beträgt etwa 268 Millionen Exemplare.
Das 50-Pfennig-Stück wurde erstmals am 1. Juni 1958 ausgegeben.
Der Entwurf der Münze stammt von Prof. Rudi Högner.
Sie besteht aus Aluminium mit einem kleinen, 3%igen Anteil Magnesium.
Ihr Durchmesser beträgt 23 Millimeter und die Dicke ca. 2,2 Millimeter.
Die Münze ist genau zwei Gramm schwer und besitzt einen Riffelrand mit 78 kleinen Kerben.
Im Verlauf des gesamten Prägezeitraums wurde die Münzrückseite mehrmals geringfügig verändert.
Vier Varianten mit Unterschieden in der Größe des Staatswappens, der Umschrift und deren Abstand vom Randstab sind bekannt.
Es gibt außerdem eine kleine Anzahl Materialproben aus Messing aus dem Jahre 1968.
Ab 1981 erfolgte zusätzlich die Prägung einer geringen Anzahl von 50-Pfennig-Münzen in PP.
Nach der Einführung der D-Mark in der DDR am 1. Juli 1990 blieb die Münze noch für genau ein Jahr im Umlauf, um einem Kleingeldmangel infolge des vergrößerten Währungsgebietes vorzubeugen.
Einige seltene Jahrgänge wie z.B. 1984 und 1990 weisen in bankfrischer Erhaltung einen gewissen Sammlerwert auf, ansonsten ist das 50-Pfennig-Stück als Massenware für den Numismatiker von eher geringem Interesse.
Es sind keine Fälschungen dieser Münze bekannt.